
Eine Abhängigkeit von Alkohol oder Medikamenten entsteht selten von heute auf morgen. Oft beginnt es schleichend. Irgendwann drehen sich Gedanken, Gefühle und Entscheidungen immer stärker um das nächste Glas oder die nächste Tablette. Viele Betroffene kennen dann auch Scham, Angst und das Gefühl, es allein schaffen zu müssen. In unseren Selbsthilfegruppen müssen Sie diesen Weg nicht allein gehen.
In den Treffen finden Sie einen geschützten Rahmen, in dem Sie offen sprechen können. Über das, was Sie belastet, über Rückfälle und Rückschritte, über Hoffnung und Ziele. Sie werden mit Respekt behandelt. Niemand wird gedrängt, und niemand muss mehr erzählen, als gerade möglich ist.
Gemeinsam schauen wir, was hilft, abstinent zu bleiben oder den Konsum dauerhaft zu verändern. Viele erleben es als stärkend, von Menschen zu hören, die ähnliche Situationen kennen und ihren Weg gefunden haben. Wichtig ist nicht Perfektion, sondern Dranbleiben, im eigenen Tempo.
Neben den Gesprächsrunden geht es auch um praktische Fragen: Wie gehe ich mit Auslösern um. Was hilft in akuten Krisen. Wie kann ich Beziehungen klären. Wie fülle ich die Zeit neu, die früher von Alkohol oder Medikamenten bestimmt war. Wenn es passt, kann auch Gemeinschaft außerhalb der Treffen guttun, zum Beispiel durch gemeinsame Freizeitaktivitäten.
Manche Gruppen sind ausschließlich für Betroffene da, andere sind auch für Angehörige offen. Das hängt von der jeweiligen Gruppe ab. Wenn Sie als Angehörige oder Angehöriger Unterstützung suchen, klären wir gern, welches Angebot passt.
Anonymen Alkoholiker
Jeden Montag
17:00 bis 18:00 Uhr
DRK KV Niederlausitz e.V.
Kaltenborner Str. 96
03172 Guben
SHG Horizont
Jeden Mittwoch
17:00 Uhr
Seniorenresidenz
Magnusstraße 6
03149 Forst
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